So ermöglicht Romaco den Kunden eine nachhaltige Produktion

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Romaco hat einen Nachhaltigkeitsbeauftragten ernannt und Ziele für eine klimafreundliche Entwicklung des Betriebs festgelegt. Zum einen möchte der Hersteller seinen Kunden eine nachhaltigere Produktion ermöglichen, zum anderen soll die eigene CO2-Bilanz verbessert werden.
Nachhaltige Produktion

Quelle: NicoElNino/shutterstock

Romaco Pharmatechnik GmbH hat das Thema Nachhaltigkeit zum neuen Unternehmensziel der Firmengruppe erklärt. Zur Ausarbeitung und Umsetzung der standortübergreifenden Klimaschutzmaßnahmen hat die Geschäftsführung der Romaco Group mit Andreas Detmers erstmals einen Nachhaltigkeitsbeauftragten für die nachhaltige Produktion der gesamten Unternehmensgruppe bestellt.

Nachhaltige Produktion bei Romaco

Der Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung der Romaco Pharmatechnik GmbH in Karlsruhe verantwortete zuletzt das Projekt „Klimaneutrale Maschine“. „Bei der Umsetzung unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen wir zwei Ansätze“, erklärt Andreas Detmers. „Zum einen entwickelt Romaco Technologien, mit denen die Kunden nachhaltig produzieren können – zum anderen arbeiten wir daran, unsere eigene CO2-Bilanz schrittweise zu verbessern.“ Zur systematischen Senkung des CO2-Verbrauchs orientiert sich der Pharmamaschinen-Hersteller an dem Prinzip „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“. Unterstützt wird Andreas Detmers von den Nachhaltigkeitsexperten an den vier Produktionsstandorten von Romaco in Deutschland und Italien.

nachhaltige Produktion
Die Blisterlinie Noack Unity 600 von Romaco. Bild Romaco)

Kompensieren – erste klimaneutrale Blisterlinie von Romaco Noack

Bei der Produktion der neuen Blisterlinie Noack Unity 600 setzt Romaco auf Kompensation. Für die zertifizierte Berechnung des ökologischen Fußabdrucks der Blistermaschine und des angeschlossenen Kartonierers wurden rund 4.700 Bauteile erfasst. ForestFinest, eine auf Klimaschutz spezialisierte Unternehmensberatung, ermittelte für Romaco den Gesamtenergieverbrauch zur Fertigung und Montage der Blisterlinie. Insgesamt fallen für die Herstellung der Noack Unity 600 rund 48 Tonnen CO2-Äquivalente an. Durch die Förderung eines nicht-staatlichen Klimaschutzprojekts in Panama können die freigesetzten Treibhausgase kompensiert werden.

Kunden, die sich für den Erwerb einer klimaneutralen Blisterlinie von Romaco entscheiden, erhalten ein entsprechendes Zertifikat. Mittelfristig plant Romaco, das Konzept der CO2-neutralen Maschine auf alle Produktlinien auszuweiten. Aktuell sind bereits mehrere Tablettenpressen von Kilian, verschiedene Blisterlinien von Noack sowie Kartonierer von Promatic in nachhaltiger Ausführung erhältlich.

Nachhaltige Produktion
Andreas Detmers ist Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung bei der Romaco Pharmatechnik GmbH. Bild: Romaco Group)

Push Packs: Recycelbare Streifenverpackung von Romaco Siebler

Gemeinsam mit seinem Industriepartner, dem Folienspezialisten Huhtamaki, hat Romaco die erste recycelbare Streifenverpackung für pharmazeutische Solidaprodukte entwickelt. Für die Herstellung der Push Packs aus Polyolefin-Laminat werden zu über 90 Prozent Komponenten derselben Materialklasse (PE und PP) eingesetzt. Das ergibt eine Recyclingquote von über 70 Prozent. Damit bieten Romaco und Huhtamaki der Pharmaindustrie eine alternative Verpackungsform, mit der sich der Restmüll deutlich reduzieren lässt.

Die innovativen Siegelstreifen mit Durchdrückfunktion werden auf den Heißsiegelmaschinen der Baureihe HM 1 von Romaco Siebler produziert. Die einzigartige QuickSeal-Technologie von Siebler ermöglicht eine sichere Verarbeitung der Spezialfolie gemäß den pharmazeutischen cGMP-Standards. „Bislang fiel die Resonanz des Markts auf die Einführung der Push-Packs-Technologie sehr positiv aus“, bestätigt Andreas Detmers. „Mehrere interessierte Kunden testen derzeit die Verpackung ihrer Produkte in durchdrückbare Siegelstreifen in unserem PacTech-Labor in Karlsruhe.“ Dabei haben die Anwender die Wahl zwischen der Standard-, Barriere- oder Ökoausführung der Push Packs.

Im direkten Vergleich zu Al/Al-Blistern weisen Push Packs einen deutlich geringeren Materialverbrauch auf. Bei gleichen Barriereeigenschaften wiegt ein Push Pack weniger als die Hälfte eines Al/Al-Blisters, was sich auch in den Kosten niederschlägt. Push Packs sind um bis zu 60 Prozent günstiger als Al/Al-Blister. Alle Push-Packs-Modelle werden aus PVC-freiem Material hergestellt. Somit wird gänzlich auf den Einsatz des Kunststoffs verzichtet, der aufgrund seiner umweltbelastenden Eigenschaften seit vielen Jahren in der öffentlichen Kritik steht.

Romaco Kilian und Innojet reduzieren Produktverluste

Ein erklärtes Entwicklungsziel bei der Konstruktion der Tablettenpressen von Romaco Kilian ist die Minimierung des Produktverlusts. Das wird zum Beispiel durch die präzise gefertigten Matrizenscheiben mit einem sehr geringen Höhenschlag erreicht. Außerdem verringern magnetische Produktabstreifer den Produktverlust während der Tablettierung, indem sie die Weiterverarbeitung des Pulvers sicherstellen. Darüber hinaus verkürzt Kilian die Anfahrzeiten seiner Tablettenpressen durch die Regelung der Anlaufdosierung über die Füllung – und kann damit den Materialverbrauch weiter senken.

Beim Design der Wirbelschichtanlagen der VENTILUS®-Serie von Romaco Innojet wird ebenfalls strikt auf einen sorgsamen Umgang mit wertvollen Rohstoffen geachtet. Dank des Filtersystems SEPAJET® werden alle Partikel, die während der Produktion im Filter landen, kontinuierlich in den Prozess rückgeführt. Auch was den Energieverbrauch anbelangt, schneidet das von Dr. h. c. Herbert Hüttlin entwickelte Luftgleitschichtverfahren besser ab als herkömmliche Wirbelschichttechnologien. Bei Hotmelt-Coating-Anwendungen verkürzt sich die Prozessdauer sogar um bis zu 85 Prozent, was die CO2-Bilanz der VENTILUS®-Anlagen deutlich verbessert.

Ausblick auf die nachhaltige Produktion

„Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie noch ganz am Anfang stehen. Jetzt kommt es darauf an, die Ziele, die wir uns vorgenommen haben, konsequent umzusetzen und darauf aufbauend weitere Maßnahmen zu ergreifen. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Unternehmen mit vielen kleinen Schritten nachhaltig zum Schutz des Klimas und der Umwelt beitragen können“, erläutert Andreas Detmers.

Die systematische Reduzierung des Rohstoff-, Energie- und Materialverbrauchs bestimmt also in Zukunft noch stärker die Agenda der Romaco Group: sei es bei der Entwicklung neuer Technologien, bei der Durchführung von internen Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Gebäudemanagement, oder der Digitalisierung von Service-Leistungen.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Produktion durch effiziente Wiegesysteme

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