MindSphere: Hybrid-Cloud-Initiative steigert Mehrwert industrieller IoT-Daten

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Siemens, IBM und Red Hat haben gemeinsam eine Hybrid Cloud-Initiative gestartet, um den Mehrwert industrieller Echtzeit-IoT-Daten zu steigern. Demnach wird Siemens künftig Red Hat OpenShift für ihre MindSphere-Plattform einsetzen, die bei vielen Fertigungsunternehmen zu finden ist.
MindSphere IBM Siemens

Quelle: 24Novembers/shutterstock

Siemens, IBM und Red Hat haben jetzt eine Kooperation vereinbart, die Herstellern und Anlagenbetreibern mit Hilfe einer Hybrid-Cloud-Umgebung und der Plattform MindSphere eine offene, flexible und sichere Lösung bietet, mit der sich die Verwertbarkeit von Echtzeit-Betriebsdaten verbessern lässt. Laut eines aktuellen Reports von IBM generiert bereits ein einziger Produktionsstandort mehr als 2.200 Terabyte an Daten im Monat, dennoch werden die meisten Daten nicht analysiert.

MindSphere in der Cloud

Durch eine gemeinsame Initiative wird Siemens Digital Industries Software den offenen Hybrid-Cloud-Ansatz von IBM anwenden, der auf Red Hat OpenShift aufbaut. So wird die flexible Einsetzbarkeit von MindSphere, der industriellen IoT-as-a-Service-Lösung von Siemens, erweitert. Anwender können MindSphere damit sowohl als On-Premise-Lösung als auch in der Cloud betreiben. Während die Vor-Ort-Lösung für Geschwindigkeit und Agilität im Fabrik- und Anlagenbetrieb sorgt, ist die Cloud-Variante die richtige Wahl für einen durchgängigen Produkt-Support, Updates und die Vernetzung mit dem Unternehmen.

„Fertigungsunternehmen brauchen heute Agilität und Flexibilität, um den Erwartungen an höherwertige Produkte bei gleichzeitig kürzeren Produktionszyklen gerecht zu werden“, erklärt Raymond Kok, Senior Vice President Cloud Application Solutions bei Siemens Digital Industries Software. „MindSphere bietet Kunden bereits heute datenbasierte Einblicke, um den Produktionsablauf mit Hilfe der Möglichkeiten des Industrial IoT zu verbessern. Durch unsere Zusammenarbeit mit IBM und Red Hat können wir unseren Kunden nun auch die Flexibilität bieten, MindSphere wahlweise vor Ort oder in der Cloud zu betreiben, um ihre individuellen betrieblichen Anforderungen zu erfüllen und dadurch effizienter, anpassungsfähiger und reaktionsschneller zu werden.“

Zusammenarbeit von Siemens und IBM

„Die meisten Industriedaten werden außerhalb der IT generiert – in der Fertigung, in der Lieferkette oder über vernetzte Produkte. Für die Nutzung digitaler Technologien standen die Hersteller jedoch vor der Wahl, die Daten in die Unternehmens-Cloud zu schicken oder die Technologie an den Ort des Geschehens zu bringen“, kommentiert Manish Chawla, Industry General Manager, Energy, Resources and Manufacturing bei IBM. „Unsere Zusammenarbeit mit Siemens nutzt die Hybrid Cloud, um Herstellern das Beste beider Welten zu bieten: Autonomie, Geschwindigkeit und Kontrolle über die direkt auf dem Shopfloor verarbeiteten Daten sowie eine durchgängige Anbindung zum Unternehmen.“

„Unsere Zusammenarbeit mit Siemens trägt dazu bei, die Abläufe in der Fertigung effizienter zu machen, indem wir die führende Kubernetes-Plattform und einen offenen hybriden Ansatz einbringen“, sagt Darrell Jordan-Smith, Senior Vice President Industries and Global Accounts bei Red Hat. „Mit Red Hat OpenShift als zugrundeliegender Plattform für MindSphere reduzieren wir die Komplexität der bisherigen Datenverarbeitung, indem wir Herstellern eine einheitliche Methode bieten, um MindSphere sowohl vor Ort als auch in der Cloud einzusetzen und zu betreiben. So können sich Führungskräfte in der Fertigung auf Innovationen und Verbesserung der Geschäftsergebnisse konzentrieren.“

MindSphere-Kunden werden bei Umsetzung unterstützt

Um die Umsetzung zu unterstützen und die IT-Risiken zu reduzieren, übernimmt IBM Global Business Services und Global Technology Services die Beratung bei Managed Services und IoT-Lösungen für die MindSphere-Kunden von Siemens. MindSphere wird von Unternehmen eingesetzt, um Sensordaten von Produkten, Anlagen, Systemen und Maschinen in Echtzeit zu sammeln und zu analysieren. Damit können Anwender Daten von Produkten, Produktionsanlagen und Fertigungsprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzen, um einen in Echtzeit laufenden digitalen Zwilling zu erstellen.

Mindsphere Siemens
Die MindSphere-Plattform von Siemens stellt industrielles IoT als Service bereit. (Bild: Siemens)

Durch den Einsatz von Red Hat OpenShift als bevorzugte On-Premise-Architektur erhalten Kunden die Flexibilität, MindSphere-Lösungen lokal in einer Private Cloud oder in Anwendungen über ein hybrides Multi-Cloud-Modell zu betreiben. Dadurch bekommen sie auch einen besseren Einblick über ihre vor Ort generierten Daten, die sie in ihre unternehmerischen Entscheidungen einfließen lassen können. Damit versetzen Siemens und IBM Anwenderunternehmen in die Lage, die physische Kontrolle über ihre Daten zu behalten, um regulatorischen Anforderungen und Datenschutzrichtlinien besser gerecht zu werden. 

Die Ankündigung zur Zusammenarbeit baut auf einer langjährigen Beziehung zwischen IBM und Siemens auf, aus der zuletzt die Einführung einer gemeinsamen Lösung mit IBM Maximo hervorging. Sie verlängert den Betriebslebenszyklus von Industrieprodukten und -maschinen, indem sie Engineering-, Betriebs- und Wartungsdaten auf einer Plattform zusammenführt.

IBM Ökosystem-Programm: Hybride Cloud fördern

Die Zusammenarbeit mit Siemens ist Teil des Ökosystem-Programms von IBM, das die beschleunigte Einführung von hybriden Cloud- und offenen Architekturen in Schlüsselbranchen wie Fertigung, Energie, Smart Cities, Telekommunikation und Finanzdienstleistungen fördern soll. Siemens setzt den IBM Cloud Engagement Fund wirksam ein, der als Teil der IBM-Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in das Ökosystem eingerichtet wurde, um Zugang zu technischen Ressourcen und Cloud Credits für Leistungen aus dem IBM Cloud-Portfolio zu erhalten.

Damit sollen die Kunden von Siemens unterstützt werden, ihre Workloads in hybride Cloud-Umgebungen zu migrieren. Diese Maßnahmen gewinnen nicht zuletzt deshalb zunehmend an Bedeutung, weil Unternehmen mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurechtkommen müssen. Das erhöht zugleich den Bedarf an schneller Markteinführung, Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit zur Förderung von Innovationen. (sg)

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