Die Plattform ThingWorx ermöglicht die Entwicklung von zahlreichen Applikationen für den großflächigen Roll-out im Spezialchemiekonzern Evonik. Damit will der Hersteller die digitale Transformation von Produktion und Prozessen in der Supply Chain und dem Lebenszyklus von Anlagen voranbringen.
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Quelle: Evonik

Grundlage des dafür erforderlichen Industrial Internet of Things (IIoT) ist ThingWorx, die auf die schnelle und effiziente Entwicklung von IIoT-Lösungen ausgelegte Plattform von PTC, die zudem eine sichere Skalierung von Cloud bis Edge ermöglicht. In den kommenden Jahren sollen mit ThingWorx zahlreiche Applikationen entwickelt und großflächig ausgerollt werden. So sollen Anlagen und Mitarbeiter an über 100 Evonik-Standorten weltweit von den gleichen Applikationen profitieren, die schnell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden können.

Darüber hinaus ist Evonik, vertreten von Thomas Schiffer, Leiter Digitalisierung/Prozesse der Evonik-Division Technology & Infrastructure, ein neues Mitglied im Product Advisory Board von PTC. In diesem Beirat berichten die Mitglieder über ihre Erfahrungen mit den Softwarelösungen von PTC und bieten hilfreiche Informationen, die zu der Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte beitragen. Durch die Initiative profitieren beide Unternehmen voneinander und können gemeinsam kontinuierlich die Technologien an marktspezifische Anforderungen anpassen.

Neue Digitalisierungslösungen machen Evonik schneller

„Für die Automatisierung unserer Prozesse im produktionsnahen Umfeld ist eine IIoT-Plattform, an die wir unsere Systemlandschaft anbinden können, von zentraler Bedeutung“, erläutert Thomas Schiffer. „Mit der Plattform können wir unsere Daten sofort integrieren und darauf aufbauend neue Digitalisierungslösungen entwickeln und ausrollen, die uns schneller und effizienter machen.“

Über eine Plattform mit ThingWorx und Microsoft Azure verbinden prozesserfahrene Entwicklerteams von Evonik verschiedene Systeme in den Bereichen Informationstechnologie (IT) und operative Technologie (OT). Daraus entstehen Apps, die Prozesse beschleunigen, Medienbrüche schließen und die Arbeit erleichtern. Die Datenstruktur beruht auf der einheitlichen Standardarchitektur der Namur und des internationalen Standarddatenmodells DEXPI und bildet die Basis für den digitalen Datenzwilling.

„ThingWorx nimmt dabei keinen Einfluss auf die bestehenden Prozesse der Anlage, sondern zieht aus den eingesetzten Systemen die Daten heraus, die für die entwickelten Applikationen nötig sind. Dabei komplimentiert die IIoT-Plattform von PTC die anderen Programme. Sie fügt sich nahtlos als Schnittstelle zwischen die Systeme ein. Auf Basis einer definierten und standardisierten Datenstruktur stellt ThingWorx dann alle relevanten Daten zur Verfügung. Wir freuen uns, Evonik auf dem Weg zur Digital Plant zu unterstützen“, so Nathanael Milker, Market Director bei PTC.

Erste Apps wurden bereits in den Arbeitsalltag integriert

Erste Apps wurden bereits erfolgreich im Unternehmen implementiert. So verbindet eine neue Anwendung auf Basis von ThingWorx ein digitales Checklistetool für Betriebsrundgänge mit den Prozessinformations-Systemen von Evonik. Unter anderem werden mittels ThingWorx aktuelle Anlagendaten in Form einer Grafik an die Checkliste zurückgespielt.

So können die Betriebsmitarbeiter während des Rundgangs Abweichungen oder Tendenzen schneller erkennen. Auch verschiedene Dashboard- und Support-Anwendungen stehen bereits zur Verfügung, die beispielsweise wichtige KPIs aus unterschiedlichen Quellsystemen berechnen und visualisieren. Das unterstützt Optimierungsmaßnahmen an den Anlagen und ermöglicht einen effizienteren Produktionsprozess.

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