Blockchain-Technologie: Festo entwickelt dezentralen Fertigungsmarktplatz

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Festo möchte mit den vom KI-Labor Fetch.ai entwickelten, autonomen KI-Agenten die unternehmensweite Supply-Chain optimieren. Die größere Autonomie in der Fertigung soll eine schnellere Reaktion auf die aktuellen Anforderungen des Marktes und den Kunden personalisierte, maßgeschneiderte Bestellungen ermöglichen.
Blockchain-Technologie Festo

Quelle: Festo

Derzeit sind Anlagen häufig ungleichmäßig ausgelastet, da die Produktion immer Nachfrageschwankungen unterworfen ist. Dezentrale Fertigungsmarktplätze setzen dort an: Produzenten und Lieferanten stellen ungenutzte Kapazitäten kurzfristig zur Verfügung und können für ihre eigenen Aufträge freie Kapazitäten bei anderen Unternehmen beziehen. Festo nutzt im Rahmen des Forschungsprojektes den agentenbasierten Ansatz von Fetch.ai für größere Autonomie in der Fertigung. Gesteuert wird der Fertigungsmarktplatz mittels Blockchain-Technologie.

Eine Blockchain ermöglicht es, Informationen mithilfe einer dezentralen, von vielen Teilnehmern gemeinsam genutzten Datenbank fälschungssicher zu übermitteln. Dadurch sind Blockchains sichere und in Echtzeit aktualisierte Verzeichnisse, in denen sich digitale Transaktionen verlässlich und für die Teilnehmer nachvollziehbar dokumentieren lassen.

Blockchain-Technologie unterstützt Fertigungsmarktplatz

„Durch die Blockchain-Technologie können wir Aufträge auf dem Fertigungsmarktplatz nachvollziehen und stellen sicher, dass die Beteiligten im Netzwerk keine Herstellergeheimnisse erfahren. Auch die Bezahlung in Kryptowährung kann direkt und sicher über die Blockchain erfolgen“, erklärt Eduard Grün, Blockchain Development Lead bei Festo.

Auf dem Fertigungsmarktplatz agieren verschiedene Agenten. Jeder Prozessschritt von Fräsen über Verschrauben bis zur Qualitätsprüfung einer Anlage hat seinen eigenen Software-Agenten, der ihn vertritt. Dieser verhandelt mit den Produkt-Agenten, die für die Herstellung ihrer Produkte verschiedene Prozessschritte der Anlage in Anspruch nehmen möchten. Im ersten Schritt des Forschungsprojektes testen Festo und Fetch.ai dies über das modulare Produktionssystem MPS, eine universelle Industrie-4.0-Miniaturlernfabrik von Festo Didactic.

Blockchain-Technologie MPS Festo
Festo und Fetch.ai testen die Software-Agenten über das modulare Produktionssystem MPS, eine Miniaturlernfabrik für Industrie 4.0. (Bild: Festo)

Maschinen besser nutzen und Lieferkette effizienter planen

„Mit der Multi-Agenten-Architektur von Fetch.ai schaffen wir eine neue Möglichkeit, Maschinen besser global zu nutzen und die Lieferkette effizienter zu planen“, erklärt Eduard Grün. Maria Minaricova, Director of Business Development bei Fetch.ai, ergänzt: „Wir freuen uns, eine Zusammenarbeit mit einem so fortschrittlichen Technologieunternehmen wie Festo bekannt geben zu können. Mit dem Beitrag von Festo werden wir in der Lage sein, die Vorteile von autonomen KI-Agenten in der Fertigung und Lieferkette in der Praxis zu demonstrieren. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Festo, um diese bahnbrechenden Innovationen in der Fertigung auf breiter Ebene zu etablieren.“

Festo liefert pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik für 300.000 Kunden der Fabrik- und Prozessautomatisierung in über 35 Branchen. Produkte und Services sind in 176 Ländern der Erde erhältlich. 2019 erreichte der erwirtschaftete Umsatz rund 3,07 Milliarden Euro, von dem rund acht Prozent in Forschung und Entwicklung investiert werden. Mit der Festo Didactic SE bringt der Hersteller Automatisierungstechnik in industriellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen Kunden, Studierenden und Auszubildenden näher.

Fetch.ai ist ein in Cambridge, England ansässiges Labor für künstliche Intelligenz und baut die Infrastruktur auf, die erforderlich ist, damit autonome Software-Agenten nützliche wirtschaftliche Arbeit leisten können. Das Netzwerk von Fetch.ai basiert auf Open-Source-Technologie und ermöglicht den Nutzern den Zugriff auf die Leistungsfähigkeit von KI auf einer weltweit gesicherten Datenbasis, um komplexe Koordinationsaufgaben in der modernen Wirtschaft zu erfüllen. (sg)

Lesen Sie auch: Digitale Souveränität: Deutsche Wirtschaft strebt nach mehr Unabhängigkeit

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